Wir blicken zurück auf eine vielfältige und ereignisreiche Bauhütte im Sommer 2025. Den Fortschritt an der Scheune, die Restauration der Fenster im Haupthaus sowie den Bau des Klohäuschens wollen wir euch hier noch einmal übersichtlich präsentieren. Danke an alle, die das möglich gemacht haben!
Die letzten Tage in Rihula für dieses Jahr kommen schneller als erwartet, das Projekt Klohäuschen wird trotzdem rechtzeitig fertig. Auch die übrigen Baustellen schließen wir ab, räumen auf und machen den Hof bereit für den Winterschlaf. Auch für persönliche Verabschiedungen bleibt noch Zeit. Schlaf gut Rihula, bis nächstes Jahr!
Wir machen in verschiedenen Gruppen einen Ausflug nach Rakvere und einen an die Ostsee. Am Sonntag sind wir bei den Nachbarn zum Grillen eingeladen und unser schon aufgegebener Sprachaustausch kann glücklicherweise doch noch stattfinden.
Wir feiern den Tag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Estlands, besichtigen eine Fischaufzuchtstation und kommen drinnen und draußen weiter mit den Baustellen voran. Zwar wird die Gruppe kleiner und das Wetter wechselhafter, aber die Motivation ist trotzdem hoch.
Den verregneten Sonntag nach dem Fest verbringen wir nach einem ausgedehnten Brunch gemütlich in der Jurte. Montag und Dienstag geht es dafür umso geschäftiger zu auf dem Hof. Wir erreichen unsere maximale Gruppengröße mit 15 Bauhelfenden und einem spontan angereisten Tagesgast und an allen Ecken und Enden geht es mit den Baustellen voran. In unserer freien Zeit backen wir zusammen Pizza und Zimtschnecken am Stock.
Bevor wir all unsere Aufmerksamkeit in die Vorbereitungen für unser Hoffest am Samstagnachmittag lenken, geht es am Freitag noch auf einigen Baustellen voran. 10 kg Zwiebeln werden zu Suppe, eine Sauna wird angeliefert, der Verein weiht die neue Bühne ein und singt vor gespanntem Publikum auf Deutsch und Estnisch. Zum Schluss gibt es beim Wettkampf um den besten Kartoffelsalat eine knappe Gewinnerin.
Wir bereiten uns so langsam auf das Bergfest am Samstag vor. Aber vorher verwandeln wir noch die Scheune. Die Bühne wird fertig, und auch ein zweiter Holzboden wird unter die Dachschräge gezimmert. Das Küchenteam reist an und Lukas präsentiert das perfekte Brot.
Wir kümmern uns von innen und außen um die Scheune: Die kaputte Schwelle wird in Rekordgeschwindigkeit ausgebessert, eine solarbetriebene Handyladestation entsteht, und die MFZ wird durch einen Holzboden, der als Bühne nutzbar ist, ergänzt. Am Brunnen wird eine Wasserprobe genommen, auf deren Ergebnis wir gespannt warten und neue Gäste kommen an.
Mitten in der Nacht kommt ein überraschender Besucher aus Helsinki angewandert. Wir backen Roggenbrot im Dutch Oven, ziehen riesige Mückennetze hoch, werfen unsere Mobilfunkantennen aus und bauen ganz spezielle Küchenmöbel. Am Sonntag besuchen wir unsere neuen Nachbarn flussabwärts, die sich ein ganz ähnliches Projekt vorgenommen haben und bestaunen ganz besondere, estnische Architektur. Auch Kaffee gibt es wieder.
Mittwoch morgen ist endlich wieder alles vorhanden, um Kaffee zu kochen. Den brauchen wir auch. Infrastrukturprojekte kommen voran: Der Brunnen gibt endlich Wasser ab, und die neuen Solarzellen werden provisorisch aufgebaut. Eine aufgeräumte Küche und Werkstatt ersetzen herumfliegende Pappkartons, und das Projekt Mückenfreie Zone nimmt Form an.