Jahresrückblick 2025

Hallo zusammen,

auch in diesem Jahr möchten wir zum Abschluss des Jahres einen Blick auf die Arbeit des letzten Sommers werfen. Wir hatten neben vielen kleineren Baustellen insbesondere drei größere Bauprojekte, die sich über eine längere Zeit erstreckt haben. Darüber hinaus gab es natürlich verschiedene Ausflüge, Kulturveranstaltungen und jede Menge Austausch, lest dazu gerne mehr in den Blogeinträgen von diesem Sommer. Im Folgenden möchten wir euch einen besseren Überblick über den Verlauf des Bühnenbaus in der Scheune, die Restauration der Fenster sowie den Bau des Klohäuschens geben.

Starten wir an der Scheune: Vielleicht erinnert ihr euch, dass wir 2024 eine ganze Menge Erde weggeschaufelt haben, die vom Erdkeller an die Scheune gerutscht war.

Zwischen altem Erdkeller und Scheune wurde die Erde entfernt, sodass die Scheunenwand wieder freiliegt.

Die aufliegende Erde und damit verbundene Feuchtigkeit hat sowohl der Verschalung als auch den tragenden Elementen der Scheune stark zugesetzt.

In der Rückwand der Scheune sind durch den Verwitterungsprozess Löcher entstanden

Wir entfernen also die alte Verschalung, reparieren das Fundament und ersetzen die verrotteten Balken.

Anton und Lukas bereiten die Schwellen vor während Klaas das Fundament ausbessert

Doch wir wollen nicht einfach nur die Scheunenwand wiederherstellen, sondern auch am Ausbau unserer Kulturscheune arbeiten und dafür brauchen wir natürlich eine Bühne! Nach und nach entsteht ein Grundgerüst aus Balken.

In der Scheune ist ein Grundgerüst aus Balken als Unterbau für die Bühne vorbereitet.
In der Scheune sind weitere Balken hinzugekommen, so dass ein stabiles Grundgerüst für die Bühne entstanden ist.

Dann noch “schnell” den Boden drauf…

Auf dem Grundgerüst aus Balken liegt nun ein Holzboden.

und die Verschalung anbringen.

Die Wand hinter der Bühne hat nun eine neue Verschalung aus Brettern.

Dann war es auch schon so weit: Kurz nach der Fertigstellung konnten wir die Bühne während unseres Hoffestes feierlich einweihen. Ein gelungener Auftakt, wir freuen uns auf weitere Veranstaltungen!

Auf der Bühne in der Scheune stehen elf Menschen, die etwas vortragen. Davor sitzt das Publikum auf Bänken.

Mit dem Abschluss der Arbeiten an der Scheune nimmt die Fensterbaustelle so richtig Fahrt auf. Wir wollen die alten Kastenfenster des Haupthauses wieder fit machen. Dazu nehmen wir zunächst die (teils noch intakten) Glasscheiben heraus, entfernen den alten Kitt sowie die alte Farbe und schleifen die Holzrahmen ab.

Drei Menschen schleifen zwei Fensterflügel im Freien.

Die sauberen Fenster ölen wir anschließend mit Leinöl.

Anna trägt mit einem Pinsel Leinöl auf einen geschliffenen Fensterrahmen auf.

Im nächsten Schritt bereiten wir den Kitt für das Einsetzen der Fensterscheiben vor. Damit er die richtige Konsistenz hat, wird er vor der Nutzung etwas in der Hand geknetet.

Vier Menschen stehen um einen Fensterrahmen und kneten Kitt zwischen ihren Fingern.

Anschließend bereiten wir das Kittbett für die Fensterscheibe vor, setzen sie ein und fixieren sie mit Glasernägeln.

In einem Fensterrahmen ist die Scheibe schon in das Kittbett eingesetzt. Auf der Scheibe liegt der Glaserhammer, mit dem die Glasernägel eingeschlagen werden.

Sobald die Scheibe fest sitzt kann auch von der anderen Seite der Kitt aufgetragen und glattgezogen werden.

Mit einem Kittmesser wird der Kitt an einem Fenster glattgezogen.

Der Kitt muss nun länger trocknen, bevor wir die Fenster streichen können. Daher haben wir sie für den Winter eingelagert und werden sie im nächsten Sommer weiter bearbeiten. Etwa die Hälfte der Fenster sind nach Ende dieser Bauhütte zum Streichen vorbereitet. Diese Arbeit wird uns also noch eine Weile begleiten.

Die fertigen Fenster liegen zum trocknen aufeinandergestapelt. Leisten zwischen ihnen sorgen für Belüftung.

In der zweiten Hälfte der Bauhütte geht es auch mit dem Bau unserer Komposttoilette in großen Schritten voran. Sobald das Material und die Detailplanung vorhanden sind, können wir so richtig beginnen.

Neben der Scheune liegen Balken und Bretter für den Bau des Klohäuschens bereit. Im Vordergrund steht der Kompostklo-Behälter.
Klaas sitzt an einem Tisch mit Kaffee und Papier und zeichnet das Klohäuschen.

Nun wird gleichzeitig das Fundament für das Häuschen vorbereitet und die Balken für das Grundgerüst zurechtgesägt, so dass sie später nur noch ineinander gesteckt werden müssen.

Tobias kniet auf dem Boden und richtet mit einer Wasserwaage die Steine, die das Fundament bilden, aus.
Vier Menschen stehen an zwei Böcken und schneiden Balken zu.

So schreitet anschließend der Aufbau schnell voran …

Zwei Seitenwände für das Klohaus liegen bereit.

und schon bald nimmt das Häuschen Form an.

Das Grundgerüst für das Klohaus ist aufgebaut.

Wir fügen die Verschalung und das Dach hinzu,

Das Kompostklo ist eingebaut und Jonas bringt die Verschalung am Grundgerüst an.

dann fehlen nur noch die Türen und die Innenausstattung.

Verschalung und Dach sind fertig, nun werden noch die Türen fertiggestellt.

Gut verpackt übersteht es hoffentlich unbeschadet den Winter.

Das Klohaus ist fertig und ist von leichtem Schnee bedeckt.

Derzeit liegt der Hof unter leichtem Schnee und wir freuen uns schon darauf, in einigen Jahren auch im Winter dort sein zu können. Bis dahin ist aber noch einiges zu tun, auch wenn in den letzten zwei Jahren schon viel passiert ist. An dieser Stelle möchten wir allen danken, die unser Projekt bis hierhin unterstützt und begleitet haben. Vielen Dank für eure Hilfe, eure Spenden und Leihgaben! Ohne die vielen großen und kleinen Beiträge wäre unsere Arbeit nicht möglich gewesen. Wir wünschen euch allen einen guten Start in das neue Jahr und würden uns freuen, einige von euch im August in Rihula wiederzusehen.

Das Haupthaus steht etwas versteckt hinter Bäumen. Alles ist leicht von Schnee bedeckt.

Spendenkonto

Empfänger: estwärts e.V.
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