Nach dem Feste bleiben die Reste

Sonntag lassen wir es ruhiger angehen. Wir versuchen auszuschlafen und starten entspannt in den Tag. Zum späten Frühstück gibt es ein Buffet mit den Resten von gestern. Es ist jede Menge Kuchen übrig geblieben an dem wir uns erfreuen. Vieles konnten wir gestern schon abbauen und aufräumen. Ein Teil bleibt noch für den heutigen Tag zurück. So gibt es z.B. noch immer jede Menge Geschirr zu spülen. Es bleibt aber auch jede Menge Zeit für kleinere Spaziergänge, Mittagsstunden und einen letzten Saunagang, bevor wir diese am Abend wieder gehen lassen müssen. Ums Kochen müssen wir uns auch keine Gedanken machen, denn wir haben wirklich noch für zwei Tage ausgesorgt. Obgleich der vielen Reste lässt ein erster Blick in die Einnahmen des Cafés vermuten, dass wir die entstandenen Kosten decken konnten.

Am Nachmittag nimmt sich Petra dem Rest der umgestürzten Linde an und wirft sich in die Motorsägenmontur, während Lio und Basti die Freischneider anwerfen. Richtig ruhig bleibt es also auch an diesem Sonntag nicht. Nach der letzten Nacht sind die meisten Zelte draußen wieder aufgebaut worden. Einige haben sich aber dazu entschieden auch die kommende Nacht in der Scheune zu verbringen. Also wurden die Schlafplätze über den Tag nicht geräumt. Als Jolie sich im Dämmerlicht zu ihrem Rucksack begibt sieht sie eine Maus zwischen den Isomatten umherflitzen. Nicht weiter wild. Dass wir uns den Hof mit ihnen teilen, wissen wir ja bereits und auch Anna hatte davon berichtet, sie in der Nacht neben sich gehört zu haben.

Als Jolie den Schlafsack anhebt ist sie etwas genervt. Die Maus scheint die Schaumstoffisomatte zerfressen zu haben.Um sich das Spektakel näher anzusehen, knipst sie die Lampe an und erschrickt. Von wegen: 2 cm vor ihrem Knie liegen fünf frisch in die Welt entlassene Mäusebabies! Unter dem Daunenschlafsack hatte sich die Mutter wohl innerhalb des Tages das perfekte Nest gesucht. Natürlich hat sie sowohl an Schlafsack als auch an der Isomatte ihre Spuren hinterlassen. Sofort sind alle in Aufruhr. Die Bühne wird frei geräumt, denn wir möchten nicht, dass weitere Schlafplätze von den Mäusen auserkoren werden. Die Isomatte mit den Mäuschen lassen wir zurück. Die Mutter wird sie schon holen kommen. Als wir kurze Zeit später wieder nachschauen, sind sie weg.

So schnell können sie nicht weit gebracht worden sein. Und tatsächlich; Nils hatte seine Jacke in der Ecke liegen gelassen, ein schwerer Fehler. Ein erneuter Umzug der kleinen Nager ist nötig. Auch wir müssen nun umdisponieren. Es wird ein weiteres Zelt aufgebaut und die Tische als Schlafplatz kehren auch wieder zurück. Nach dem Schrecken am Abend machen wir es uns bis zum Schlafen gehen in der Jurte am Feuer gemütlich und schaffen es in kleiner Runde noch so lange zu sitzen, dass wir Anna ein Geburtstagslied singen können.

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