Wir bereiten uns so langsam auf das Bergfest am Samstag vor. Aber vorher verwandeln wir noch die Scheune. Die Bühne wird fertig, und auch ein zweiter Holzboden wird unter die Dachschräge gezimmert. Das Küchenteam reist an und Lukas präsentiert das perfekte Brot.
Wir kümmern uns von innen und außen um die Scheune: Die kaputte Schwelle wird in Rekordgeschwindigkeit ausgebessert, eine solarbetriebene Handyladestation entsteht, und die MFZ wird durch einen Holzboden, der als Bühne nutzbar ist, ergänzt. Am Brunnen wird eine Wasserprobe genommen, auf deren Ergebnis wir gespannt warten und neue Gäste kommen an.
Mitten in der Nacht kommt ein überraschender Besucher aus Helsinki angewandert. Wir backen Roggenbrot im Dutch Oven, ziehen riesige Mückennetze hoch, werfen unsere Mobilfunkantennen aus und bauen ganz spezielle Küchenmöbel. Am Sonntag besuchen wir unsere neuen Nachbarn flussabwärts, die sich ein ganz ähnliches Projekt vorgenommen haben und bestaunen ganz besondere, estnische Architektur. Auch Kaffee gibt es wieder.
Mittwoch morgen ist endlich wieder alles vorhanden, um Kaffee zu kochen. Den brauchen wir auch. Infrastrukturprojekte kommen voran: Der Brunnen gibt endlich Wasser ab, und die neuen Solarzellen werden provisorisch aufgebaut. Eine aufgeräumte Küche und Werkstatt ersetzen herumfliegende Pappkartons, und das Projekt Mückenfreie Zone nimmt Form an.
Nach monatelanger Vorbereitung sitzen wir auf gepackten Koffern. Auto, Anhänger und Vereinsmitglieder fahren durch halb Europa, um das zweite Mal in Rihula zu bauen. Zum Glück kommen wir gut durch und werden freundlich begrüßt.