Wir sind wieder angekommen!

Wieder einmal sind in Rakvere mehrere Gestalten mit schweren Reiserucksäcken und Wanderschuhen zu sehen. Am Bahnhof sind Lukas, Lola und Steffi verabredet, auch der erste Gast David, der zum ersten mal dabei ist, stößt sehr bald dazu. Mit dem geliehenen Skoda ist auch der erste Einkauf beim coop unseres Vertrauens bald erledigt. Solcherlei ist inzwischen Routine, waren wir doch in den früheren Jahren gelegentlich etwas überfordert mit dem Einkauf auf Estnisch. Knapp vor der Überladungsgrenze steuert Lola den Kleinwagen sicher nach Rihula. Endlich sind wir wieder hier!

Wir purzeln aus dem Auto und beginnen, auch das ist inzwischen Routine, mit dem Mähen. Zum Glück wurde bereits etwas vorgemäht und die Wege sind schon einmal benutzbar. Auch die große Wiese nebenan, auf der wir immer unsere Zelte aufstellen, ist schon vollständig gemäht! Weil es schon spät ist, beeilen wir uns, noch etwas Wasser von der Quelle zu holen, und zu Marju zu fahren, um unser eingemottetes Gepäck abzuholen. Hier werden wir mit einem so großzügigen Abendbrot willkommen geheißen, dass wir kaum wieder gehen wollen. Auf dem Rückweg entscheiden wir uns, das Angebot unserer Nachbarn anzunehmen (Ihr erinnert Euch, Kaarel und Katrin, die wir letztes Jahr kennen gelernt haben). Die haben uns nämlich eine mückenfreie, erste Nacht im warmen Haus angeboten! Nach einem kleinen extra-Abendbrot schlafen wir tief und fest.

Am nächsten Tag geht es endlich richtig los: Wir öffnen wieder die verbretterten Türen und schrauben die Winter-Fensterläden wieder ab. Endlich strömt mal wieder frische Luft ins Haupthaus!

Übergangsweise wird die Scheune zur improvisierten Küche. Parallel rennt David mit der Motorsense durchs die übrigen Grasflächen. Es wird so langsam wieder wohnlich. Nur das Toilettenhäuschen wartet mit einer kleinen, unschönen Überraschung: Mäuse im Wintermodus hatten nicht nur ein paar Plastiktüten und einen Abwasserschlauch, sondern sogar die Klobrille aus Styropor als gute Isolierung entdeckt und ein beachtliches Chaos in angerichtet. So müssen wir also noch einmal hinter unseren ungebetenen Gästen aufräumen, bevor die Toilette wieder nutzbar ist.

Am Abend sitzen wir endlich wieder wie gewohnt in der Jurte, mit vollen Bäuchen am knisternden Feuer, während es draußen leise anfängt zu regnen. Wir sind wieder angekommen!

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